der fremd.körper

Performance am 02.August 2015 in den Uferstudios.

Konzept/Performance: Anna Petzer

Sound: Daniel Schellongowski, Ruben Gianotti

Kubus: Daniela Ehemann

Der Fremdkörper – ein metallener Kubus – ein Objekt, das zugleich Raum und Form ist, wird im Laufe der Zeit durch die Kollision zweier Kräfte zum Tanzpartner. Die Faszination des Kubus- Skeletts bestand für mich in seiner Mobilität. Durch seine Bauweise ist er nicht nur starre Form sondern „formbar“. Gelenke lassen ihn beweglich werden und in seiner geschmeidigen Bewegung kriegt er eine eigene Lebendigkeit. Die quadratische Konstruktion, ein kaltes Gerüst, wird selbst zum Körper – Metall wird organisch. Da der Kubus in seiner Geometrie ebenso den Raum innerhalb seiner Form darstellt, ist sogleich auch dieser formbar. Ein Raum der formbar ist… durch mich. Meine Annäherung an den mir fremden Körper geschieht also durch Kontaktaufnahme – in erster Linie physisch – um eine reale, konkrete Verbindung zu schaffen. In dem ich ihn wie eine Marionette an Seilen vom Boden gelöst in einen Raum hänge und seine Gelenke mit den meinen verbinde, habe ich direkten Kontakt und Einfluss auf das Objekt. Der Raum ist um mich herum und bewegt sich – gelenkt durch meine Bewegungen. Kontrolle, Hingabe, Schutz, Kampf, Macht und Selbstaufgabe. Wer ist Fremdkörper? Wer hat die Fäden in der Hand?  Er oder ich?

 

Erste Studien. Januar 2015: